News

Informativer Austausch mit den Vizepräsidenten des Landvolks Niedersachsen zur Biodiversität im Obstanbau 


Frau Anschütz 

Auf Einladung des Vorsitzenden der Fachgruppe Obstbau im Landvolk Niedersachsen besuchten Jörn Ehlers und Dr. Holger Hennies am 21. Oktober 2020 das ESTEBURG Obstbauzentrum in Jork. Hintergrund der Einladung war es, den beiden Vizepräsidenten des Landvolks Niedersachsens einen Eindruck über die Biodiversität im Obstbau zu vermitteln und über den Obstbau zu informieren. 

An dem Termin nahmen Vertreter der Fachgruppe Obstbau, des Kreisbauernverbandes Stade und des ESTEBURG Obstbauzentrums Jork teil.

Dr. Karsten Klopp gab den Teilnehmern zunächst einen Einblick über das Obstanbaugebiet an der Niederelbe und stellte das ESTEBURG Obstbauzentrum Jork vor. Die besondere und ökologisch wertvolle Vielfalt besonders von Insekten in Obstanlagen ist inzwischen in einer Reihe von wissenschaftlichen Projekten nachgewiesen. Auszüge davon wurden von Prof. Dr. Roland Weber, Leiter der Abteilung Pflanzenschutz und Diagnostik der Obstbauversuchsanstalt in Jork, vorgestellt. 

Von der naturnahen Gestaltung der Gewässer konnten sich Jörn Ehlers und Dr. Holger Hennies am Beregnungsteich der ESTEBURG überzeugen. Durch die Sondergebietsverordnung Altes Land, in der seit ca. fünf Jahren verbindliche Ausnahmeregelungen des Bundes für Pflanzenschutz an Gewässern mit der Einhaltung von Risikominderungsmaßnahmen verbunden sind, sind an der Niederelbe eine Vielzahl von naturnahen Beregnungsteichen entstanden. Insbesondere vor dem Hintergrund des niedersächsischen Weges wurden im Anschluss obstbauliche Fragen ausgetauscht und diskutiert. Die Vertreter des Berufsstandes wiesen auf die zunehmenden und grundsätzlichen Schwierigkeiten der obstbaulichen Produktion hin: Einerseits nimmt die Verfügbarkeit wirksamer chemischer Pflanzenschutzmittel drastisch ab. Andererseits begünstigt der Klimawandel wärmeliebende und bereits etablierte Schaderreger, die den Obstanbau bedrohen. Zudem steigen die Anforderungen des Lebensmitteleinzelhandels und Mitbewerber aus dem europäischen Umland haben hinsichtlich der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln und Arbeitskosten deutlich günstigere Rahmenbedingungen.

text-autospace:none'>  

  - (Woh)
Startseite | Datenschutz | zurück | nach oben